Vereinsstatut

vom 12.08.2014 idF vom 19.09.2020

 

§ 1: Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

(1) Der Verein führt den Namen

”LEBENSOART - Begleitung von Kindern und Jugendlichen“.

(2) Er hat seinen Sitz in Innsbruck, die Tätigkeit erstreckt sich auf Österreich und kann sich bei

Bedarf zu den genannten Zwecken auf beliebige andere Länder ausdehnen. Die Errichtung von

Zweigvereinen und Kooperationen ist beabsichtigt.

 

§ 2: Zweck

(1) Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, verfolgt ausschließlich und

unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 34 ff BAO, und ist nicht auf die Erzielung von

Gewinnen und .berschüssen ausgerichtet. Vorhandene .berschüsse werden zur Förderung der

Vereinszwecke ausgegeben, sofern nicht Rücklagen gebildet werden.

(2) Insbesondere werden folgende Zwecke verfolgt:

a) Betreuung, Begleitung und Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien

b) Förderung der Beziehungskultur in Familie und Gesellschaft

c) Förderung der Beziehung zwischen Mensch und Natur

d) Förderung und Vermittlung von Umwelt- und Naturschutz,

e) Förderung und Vermittlung von friedlichem Miteinander

§ 3: Ideelle Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

(1) Der Vereinszweck soll durch die folgenden ideellen Mittel erreicht werden:

a) Schaffung und Durchführung von Freizeitprojekten für Kinder und Jugendliche im

naturbezogenen, kreativen, kulturellen, musischen und sportlichen Bereich.

b) Erschaffung und Erhaltung von naturnahen Orten als Bildungs und Begegnungsräume

c) Aus- und Fortbildung von Personen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten

d) Abhaltung gemeinschaftlicher / kultureller / naturschutzrelevanter Veranstaltungen

e) Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und interessierten Menschen

f) Schaffung und Durchführung von Maßnahmen und Programmen zur schulischen, beruflichen

und persönlichkeitsbildenden Förderung von jungen Menschen.

g) Öffentlichkeitsarbeit durch Gestaltung einer Website, Herausgabe von Filmen, Videos,

Mitteilungsblättern, Vereinszeitschriften, Publikationen, Newsletter

h) Errichtung und Führung von Tagesbetreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche wie

Kinderkrippe, Kindergarten, Schülerhorte u.ä.

i) Errichtung von wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben wie Werkstätten, Verkaufsläden und

sonstigen Unternehmungen für arbeitslose Jugendliche.

j) Anleitung und Ausbildung von Jugendlichen in Handwerks-, Handels,- Büro- und

Dienstleistungstätigkeiten.

LEBENSOART

Begleitung von Kindern und Jugendlichen

Dreiheiligenstraße 21a

6020 Innsbruck

 

§ 4: Materielle Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

(1) Der Vereinszweck soll durch die folgenden materiellen Mittel erreicht werden:

a) Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge

b) Leistungsentgelte

c) Teilnahmebeiträge für Projekte

d) Erträgnisse aus vereinseigenen Unternehmungen, Veranstaltungen und Aktionen

e) Subventionen, Sammlungen und Spenden

f) Vermächtnisse und sonstige Zuwendungen

g) Forschungszuschüsse

h) öffentliche Zuschüsse

i) Andere Zuwendungen wie Sponsoring, Fundraising, Vermächtnisse, Kostenbeteiligungen und

Umlagen im Rahmen der Zweckaktivitäten des Vereines, projektbezogen als auch durch

Verträge mit Partnern, durch Erfüllungsgehilfen (Betriebsgesellschaft).

Der Vorstand entscheidet über den Jahresbeitrag der Mitglieder, sowie über die Einhebung einer

Aufnahmegebühr.

 

§ 5: Arten der Mitgliedschaft

(1) Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in ordentliche, außerordentliche und Ehrenmitglieder.

(2) Ordentliche Mitglieder sind jene, mit einer vollen Beteiligung an der Vereinsarbeit.

Außerordentliche Mitglieder sind Förderer des Vereins, ohne Wahlrecht in der Mitgliederversammlung.

Die Ehrenmitgliedschaft kann Personen, die sich besonders um den Verein oder die

Ziele des Vereins verdient gemacht haben, von der Generalversammlung auf Antrag des Vorstands

verliehen werden.

 

§ 6: Erwerb der Mitgliedschaft

(1) Eine Mitgliedschaft im Verein ist für jede physische Person, sowie für juristische Personen und

rechtsfähige Personengesellschaften möglich.

(2) Der Erwerb der Mitgliedschaft setzt einen Aufnahmeantrag voraus. Über die Aufnahme von

ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand. Die Aufnahme kann

ohne Angabe von Gründen verweigert werden.

(3) Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstands durch die Generalversammlung.

 

§ 7: Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, bei juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften

durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt und durch Ausschluss.

(2) Die Mitgliedsdauer beträgt 1 Jahr und verlängert sich jeweils für ein weiteres Jahr, wenn sie

nicht mit einer Frist von 3 Monaten zum Ende des Mitgliedsjahres gekündigt wird. Die Kündigung

muss in Textform erfolgen oder formlos bei einem Vorstandsmitglied erklärt werden.

(3) Der Ausschluss durch Vorstandsbeschluss ist möglich, wenn das auszuschließende Mitglied

durch sein Verhalten das Ansehen oder die Interessen des Vereins geschädigt oder gefährdet hat.

Bei einem Beitragsrückstand von mindestens zwei Monaten ist der Verein berechtigt die Mitgliedschaft

zu beenden. Eine mündlich ausgesprochene Kündigung der Mitgliedschaft durch den

Vorstand ist gültig. Ansprüche aus dem Mitgliedschaftsverhältnis enden damit unbeschadet der

Ansprüche des Vereins auf bereits bestehende Forderungen.

(4) Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann wegen grober Verletzung der Mitgliedspflichten

oder der Vereinsinteressen von der Generalversammlung über Antrag des Vorstands beschlossen

werden.

 

§ 8: Rechte und Pflichten der Mitglieder

(1) Die Mitglieder des Vereins sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen

und die dafür vorgesehenen Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen.

(2) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu

unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte.

(3) Das aktive und passive Wahlrecht und Stimmrecht gilt nur für die ordentlichen Mitglieder.

(4) Die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder, mit Ausnahme der Ehrenmitglieder, sind

zur pünktlichen Zahlung der Mitgliedsbeiträge in der von der Generalversammlung beschlossenen

Höhe verpflichtet.

 

§ 9: Vereinsorgane

(1) Organe des Vereins sind:

der Vorstand, Generalversammlung (Mitglieder), die Rechnungsprüfer und das Schiedsgericht.

 

§ 10: Generalversammlung

(1) Die Generalversammlung ist die „Mitgliederversammlung“ im Sinne des Vereinsgesetzes

2002. Eine ordentliche Generalversammlung findet zumindest alle 4 Jahre statt.

(2) Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf

1) Beschluss des Vorstands oder der ordentlichen Generalversammlung,

2) schriftlichen Antrag von mindestens einem Zehntel der Mitglieder,

3) Verlangen der Rechnungsprüfer (§ 21 Abs. 5 erster Satz VereinsG),

4) Beschluss der/eines Rechnungsprüfer/s (§ 21 Abs. 5 zweiter Satz VereinsG, § 12 Abs. 2 dritter

Satz dieser Statuten),

5) Beschluss eines gerichtlich bestellten Kurators (§ 12 Abs. 2 letzter Satz dieser Statuten)

binnen vier Wochen statt.

(3) Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind

alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich, mittels Telefax oder per

E-Mail (an die vom Mitglied dem Verein bekanntgegebene Fax-Nummer oder E-Mail-Adresse)

einzuladen. Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu

erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand (Abs. 1 und Abs. 2 lit. a – c), durch die/einen

Rechnungsprüfer (Abs. 2 lit. d) oder durch einen gerichtlich bestellten Kurator (Abs. 2 lit. e).

(4) Anträge zur Generalversammlung sind mindestens drei Tage vor dem Termin der Generalversammlung

beim Vorstand schriftlich, mittels Telefax oder per E-Mail einzureichen.

(5) Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen

Generalversammlung – können nur zur Tagesordnung gefasst werden.

(6) Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind

nur die ordentlichen und die Ehrenmitglieder. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Übertragung

des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig.

(7) Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig.

(8) Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen in der Regel

mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Beschlüsse, mit denen das Statut

des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten

Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.

(9) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der/die Präsident/in, in dessen/deren Verhinderung

sein/e/ihr/e Stellvertreter/in. Wenn auch diese/r verhindert ist, so führt das an Jahren älteste

anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

 

§ 11: Aufgaben der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

a) Beschlussfassung über den Voranschlag;

b) Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses

unter Einbindung der Rechnungsprüfer;

c) Wahl und Enthebung der Mitglieder des Vorstands und der Rechnungsprüfer;

d) Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen Rechnungsprüfern und Verein;

e) Entlastung des Vorstands;

f) Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft;

g) Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereins;

h) Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.

 

§ 12: Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus 3 Mitgliedern, es sind dies Obmann/Obfrau und zwei Stellvertreter.

(2) Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt. Der Vorstand hat bei Ausscheiden

eines gewählten Mitglieds das Recht, an seine Stelle ein anders ordentliches Mitglied zu kooptieren,

wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung

einzuholen ist. Fällt der Vorstand ohne Selbstergänzung durch Kooptierung überhaupt oder auf

unvorhersehbar lange Zeit aus, so ist jeder Rechnungsprüfer verpflichtet, unverzüglich eine außerordentliche

Generalversammlung zum Zweck der Neuwahl eines Vorstands einzuberufen. Sollten

auch die Rechnungsprüfer handlungsunfähig sein, hat jedes ordentliche Mitglied, das die Notsituation

erkennt, unverzüglich die Bestellung eines Kurators beim zuständigen Gericht zu beantragen,

der umgehend eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen hat.

(3) Die Funktionsperiode des Vorstands beträgt vier Jahre; Wiederwahl ist möglich. Jede Funktion

im Vorstand ist persönlich auszuüben.

(4) Die Vorstandsmitglieder werden von der Generalversammlung in geheimer Wahl mit einfacher

Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählt, wobei Obmann/Obfrau und Stellvertreter/

in jedenfalls in getrennten Wahlgängen zu wählen sind. Zum Vorstandsmitglied kann nur gewählt

werden, wer zum Zeitpunkt der Wahl bereits das 18. Lebensjahr vollendet hat.

(5) Der Vorstand wird vom Obmann/von der Obfrau, bei Verhinderung von seinem/seiner/ihrem/

ihrer Stellvertreter/in schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch diese/r auf unvorhersehbar

lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.

(6) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens

die Hälfte anwesend ist.

(7) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit

gibt die Stimme des /der Vorsitzenden den Ausschlag.

(8) Den Vorsitz führt der/die Obmann/Obfrau, bei Verhinderung sein/e/ihr/e Stellvertreter/in.

Ist auch diese/r verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied

oder jenem Vorstandsmitglied, das die übrigen Vorstandsmitglieder mehrheitlich dazu

bestimmen.

(9) Außer durch den Tod und Ablauf der Funktionsperiode (Abs. 3) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitglieds

durch Enthebung (Abs. 10) und Rücktritt (Abs. 11).

(10) Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder

entheben. Die Enthebung tritt mit Bestellung des neuen Vorstands bzw. Vereinsmitglieds

in Kraft.

(11) Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserkl.rung

ist an den Vorstand, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstands an die Generalversammlung

zu richten. Der Rücktritt wird erst mit der Wahl bzw. Kooptierung (Abs. 2) eines Nachfolgers

wirksam.

 

§ 13: Aufgaben des Vorstands

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Er ist das „Leitungsorgan“ im Sinne des Vereinsgesetzes

2002. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen

Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

(1) Beschlussfassung über normative und strategische Unternehmungsführung, Unternehmensziele,

Angebote und Produkte, Unternehmensbereiche und Jahresprogramm.

(2) Einrichtung eines den Anforderungen des Vereins entsprechenden Rechnungswesens mit laufender

Aufzeichnung der Einnahmen/Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses als

Mindesterfordernis;

(3) Erstellung des Jahresvoranschlags, des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses;

(4) Vorbereitung und Einberufung der Generalversammlung in den Fällen des § 10 Abs. 1 und

Abs. 2 lit. a – c dieser Statuten;

(5) Information der Vereinsmitglieder über die Vereinstätigkeit, die Vereinsgebarung und den geprüften

Rechnungsabschluss;

(6) Verwaltung des Vereinsvermögens;

(7) Aufnahme und Ausschluss von ordentlichen und außerordentlichen Vereinsmitgliedern;

(8) Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins.

(9) Festsetzung der Höhe der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge für ordentliche und für

außerordentliche Mitglieder;

 

§ 14: Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

(1) Der/die Obmann/Obfrau bzw. sein/ihre Stellvertreter/in führt die laufenden Geschäfte des Vereins

und vertritt den Verein nach außen. Schriftliche Ausfertigungen oder Bekanntmachungen des

Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschrift des/der Obmannes/Obfrau oder eines von

diesem/r bevollmächtigten Vorstandsmitglieds. Wichtige Schriftstücke, insbesondere verpflichtende

Urkunden, sind von Obmann/Obfrau und einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterfertigen.

(2) Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern und Verein bedürfen der Zustimmung eines

anderen Vorstandsmitglieds.

(3) Bei Bedarf kann der Vorstand einzelne Mitglieder des Vereins mit der Führung besonderer

Aufgabenbereiche und Vertretungen des Vereins nach außen betrauen.

(4) Bei Gefahr im Verzug ist der/die Obmann/Obfrau berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in

den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstands fallen, unter eigener Verantwortung

selbstständige Anordnungen zu treffen; im Innenverhältnis bedürfen diese jedoch der

nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.

 

§ 15: Rechnungsprüfer

(1) Zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von vier Jahren

gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der

Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.

(2) Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung

des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße

Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen

Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer haben

dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

(3) Rechtsgeschäfte zwischen Rechnungsprüfern und Verein bedürfen der Genehmigung durch

die Generalversammlung. Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des §

12 Abs. 8 bis 10 sinngemäß.

 

§ 16: Schiedsgericht

(1) Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne

Schiedsgericht berufen. Es ist eine „Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes

2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.

(2) Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird

derart gebildet, dass ein Streitteil dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter schriftlich namhaft

macht. Über Aufforderung durch den Vorstand binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil

innerhalb von 14 Tagen seinerseits ein Mitglied des Schiedsgerichts namhaft. Nach Verständigung

durch den Vorstand innerhalb von sieben Tagen wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter

binnen weiterer 14 Tage ein drittes ordentliches Mitglied zum/zur Vorsitzenden des Schiedsgerichts.

Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Die Mitglieder des

Schiedsgerichts dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören,

dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist.

(3) Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung nach Gewährung beiderseitigen Gehörs bei Anwesenheit

aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem

Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.

 

§ 17: Freiwillige Auflösung des Vereins

(1) Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer Generalversammlung und nur mit

Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

(2) Die Generalversammlung hat - sofern Vereinsvermögen vorhanden ist - über die Abwicklung

zu beschließen. Insbesondere hat sie eine Abwicklerin oder einen Abwickler zu berufen und

Beschluss darüber zu fassen, wem diese/dieser das nach Abdeckung der Passiva verbleibende

Vereinsvermögen zu übertragen hat.

(3) Der letzte Vereinsvorstand hat die freiwillige Auflösung binnen vier Wochen nach Beschlussfassung

der zuständigen Vereinsbehörde schriftlich anzuzeigen.

 

§ 18: Verwendung des Vereinsvermögens bei Ausscheiden von Mitgliedern, bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall des begünstigten Zwecks

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall des bisherigen begünstigten Vereinszwecks ist das

nach Abdeckung der Passiva verbleibende Vereinsvermögen, für gemeinnützige, mildtätige oder

kirchliche Zwecke im Sinne der §§ 34 ff Bundesabgabenordnung (BAO) zu verwenden. Soweit

möglich und erlaubt, soll es dabei Institutionen zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie

dieser Verein verfolgen.