Intensivprojekte UdE

 

1. Allgemeine Beschreibung

Der Verein LEBENSOART bietet an festgelegten Terminen in den Schulferien Gruppen-Intensivprojekte (max 8 Teilnehmer) mit 24 Stunden 1:1-Betreuung für Minderjährige zwischen 9 und 18 Jahren. Die festgelegten Termine dauern zwischen 3 und 6 Tagen. Sie finden nach ambulanter Vorbereitungsphase in naturnahen und rudimentären Umfeldern wie z.B.: einfachen Selbstversorgerhütten statt und werden durch eine ambulante Nachbereitungsphase abgeschlossen. 

In einer autarken Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, begleitet von speziell für die Bedingungen geschulten Mentoren, werden den Jugendlichen intensive Gruppen- und Selbsterfahrungen in naturnahem Umfeld ermöglicht. Dieses konfrontiert Sie direkt und unumgänglich mit den Auswirkungen des eigenen Handelns. Es erfordert Kommunikations- und Kompromissbereitschaft sowie das Vollziehen individueller Entwicklungsschritte in kurzer Zeit.

Für die Minderjährigen besteht das Angebot aus Natur-Erfahrungen, Handwerk, Bewegung und Gruppenaktivitäten. Es soll die Entwicklung und Entstehung von „gesunden“ sozialen Organisationsprinzipien unterstützt werden. Die Projekte dienen einerseits der Förderung und sinnvollen Beschäftigung der Minderjährigen in den Ferien, andererseits sollen sie das Helfersystem in Zeiten von Betreuungs- und Strukturdefiziten ergänzen und entlasten. Hierzu können auch mehrere Intensivprojekte kombiniert werden. Die dabei erzielte Kommunikation mit den Minderjährigen, kann genutzt werden um den Familiensystemen gezielte und effiziente Hilfeleistungen zukommen zu lassen.

2. Zielgruppe 

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche von 9- 18 Jahren, welche durch soziale oder persönliche Schwierigkeiten geprägt sind oder sich in Krisen/Umbrüchen befinden. Gerade wenn es Kindern und Jugendlichen an Selbstwert, Selbstbewusstsein oder Erfahrungen im friedlichen Umgang miteinander mangelt und/oder geringes Verständnis für soziale Normen vorhanden ist, ermöglicht dieses Angebot einen positiven Ausgleich.

Die Herangehensweise des salutogenetischen Konzepts macht es auch besonders für Minderjährige interessant, die keine Bereitschaft für konventionelle Therapie- und Betreuungsmethoden aufweisen oder bei welchen diese Methoden keinen Erfolg brachten.
 

3. Ablauf

Vorbereitungsphase:
Erster Schritt ist die Vernetzung mit dem Helfersystem und ein Erstgespräch. Durch die 1:1 Betreuung kann das Projekt thematisch an den Minderjährigen ausgerichtet werden. 
In der Folge dienen zwei Treffen dem Kennenlernen der Mentoren und Minderjährigen, sowie dem Überprüfen von Eignung und Zielsetzung. 

Hauptphase:
Drei- bis sechs - Tagesprojekt in den Ferien.

Nachbereitungsphase:
In einem Zeitraum von zwei Wochen nach dem Projekt finden zwei weitere Treffen mit dem Mentor statt. Sie dienen der Reflektion, sowie der Kommunikation mit dem Helfersystem um Transfereffekte zu ermöglichen. Ein abschließender Bericht über das Projekt fasst die drei Phasen zusammen.

4. Ansatz

Wir ermöglichen Kindern und Jugendlichen Naturerlebnisse, um das Familiensystem zu entlasten und durch die neuen Beziehungen zum Umfeld auch die Beziehungskultur in der Familie zu fördern. Das natürliche Umfeld bildet Ausgleich zum Alltag und hilft dabei destruktive Verhaltensmuster abzulegen bzw. neue, konstruktive Handlungsperspektiven zu erlangen.

Die Zusammenhänge zwischen Verhalten und dessen Auswirkungen versuchen wir Minderjährigen durch direkte Erfahrungen erleben und begreifen zu lassen. Einfache Ökosysteme bieten wertvolle Rollenmodelle für soziale Interaktionen und helfen dabei die Komplexität des Lebens verständlich darzustellen. Mit dem wachsenden Verständnis für das Umfeld, lassen sich gesammelteErfahrungen nicht nur auf die Natur im Außen beziehen, sondern auch auf die im Menschen - auf Auswirkungen und Beziehungen zum Umfeld, zum Selbst und zu Mitmenschen. So werden Lernerfahrungen auf andere Lebens- und Arbeitsbereiche außerhalb der direkten Naturerfahrung übertragbar.
 

5. Zielsetzungen 

- Betreuungs- und Strukturdefizite in Schulferien ausgleichen
- Integrative Gruppenerfahrungen ermöglichen
- Klärung der individuellen Stärken und Bedürfnisse
- Effizienter Umgang mit knappen Ressourcen
- Verbesserung der Eigenwahrnehmung
- Erleben von „Verbunden Sein“ mit der Natur
- Erhöhung der Frustrationstoleranz
- Eine geschützte Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung bieten
- Verbindung zum Selbst und zum Umfeld fördern
- Persönlichkeit und Selbstvertrauen stärken
- Verhaltensmuster sichtbar und bearbeitbar machen
- Aktivierung von Selbsthilfekräften

6. Kosten / Stundenausmaß :

Für die Termine der Vor- und Nachbereitungsphase (gesamt ca 20h) beträgt der Stundensatz 37,40 €.
Für die Hauptphase der Intensivprojekte wird eine Tagespauschale von 560,00 € verrechnet (inkl. Unterkunft und Verpflegung).
Jeweils exklusive Kilometer und Fahrtzeiten.
Es gelten die aktuellen Geschäftsbedingungen des Vereins.

7. Kontakt & Anmeldung

Für Anfragen bezüglich Kapazität und Konzept benutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder melden sich telefonisch.